Gewohnheiten ändern

Eine konkrete Anleitung seine Gewohnheiten zu ändern

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Knapp die Hälfte unserer täglichen Handlungen bestehen ausGewohnheiten. Der Weg zu Deinem Büro ist ein Paradebeispiel dafür.
Kann es sein, dass Du in der Regel immer den gleichen Weg zur Arbeit nimmst?
Zur gleichen Zeit, mit den gleichen Verkehrsmitteln, mit der gleichen Laune und Einstellung? Und dass Deine ersten Aktionen, wenn Du Dein Büro betrittst, auch immer die Gleichen sind? Vielleicht Rechner hochfahren und erst einmal einen Kaffee trinken?

Diet Decision

Ganz egal, was es bei Dir ist. Welche Routinen Du Dir angeeignet hast. Sie haben Auswirkungen auf Deinen Tag und Deinen Erfolg.
In meinem Blogartikel „Warum Gewohnheiten Dich zum Champion werden lassen“ erfährst Du mehr über die Prozesse, die sich im Gehirn abspielen, wenn es um Gewohnheiten geht.
Hier soll es jetzt aber darum gehen, wie Du Deine Gewohnheiten konkret ändern kannst.

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass Gewohnheiten per se weder positiv noch negativ sind. Sie sind erst einmal eineRoutine in unserem Gehirn, die mit wenig Energieaufwand durchlaufen werden kann und regelmäßig durchlaufen wird.
Den nächsten Punkt, den Du kennen musst, ist, dass Gewohnheiten in der Regel durch bestimmte Reize ausgelöst werden.

  • Die komische Stimme am Telefon,
  • dein Büronachbar, der immer so merkwürdig schaut
  • oder das Klappern der Tastatur, wenn Du Emails schreibst,

können solche Auslöser sein. Bestimmte Reize gehen vorweg, bevor die Verhaltens-, Denk- oder Gefühlsgewohnheit nahezuvollautomatisch abgespult wird.

Wenn Du jetzt Deine Gewohnheiten ändern willst, dann solltest Du dich im ersten Schritt einmal fragen, welchen Nutzen Dir Deine negativen Gewohnheiten bringen. Schnapp Dir erst einmal 3 negative Gewohnheiten von Dir, die Du gerne ändern würdest, und überlege Dir welchen positiven Nutzen Dir diese Gewohnheit eingebracht hat.

Am Anfang fällt Dir das vielleicht noch nicht so leicht und vielleicht fragst Du Dich jetzt auch:
Schlechte Gewohnheiten, was sollen diese mir für einen Nutzen bringen? Die sind doch negativ und Nutzen ist doch etwas Positives.“
Richtig, aber trotzdem liefert Dir Deine schlechte Angewohnheit einen positiven Nutzen. Hierzu ein konkretes Beispiel:
Rauchen ist mit Sicherheit eine sehr schlechte Angewohnheit. Es ist schlichtweg sehr schlecht für unsere Gesundheit. Trotzdem bringt die Gewohnheit Rauchen auch positiven Nutzen für viele Menschen mit sich. Vielleicht fühlst Du Dich cool, wenn Du rauchst, vielleicht machst Du durch das Rauchen regelmäßig Pausen und kommst in diesen Pausen auf neue gute Ideen oder vielleicht sorgt die Angewohnheit Rauchen dafür, dass Du zu bestimmten Kreisen überhaupt erst hinzugehörst. Ganz egal was es ist, aber Du merkst, das Rauchen bietet auch einen positiven Nutzen.

Nachdem Du den Nutzen von Deinen 3 schlechtesten Gewohnheiten ermittelt hast, die Dich von Deinen Zielen abhalten, solltest Du einmal überlegen, welche Reize das Abspulen dieser Gewohnheit hervorrufen.

Wir Menschen sind nämlich keine Reiz-Reaktionsmaschinen und können auf ein und denselben Reiz unterschiedlich reagieren. Wir haben die Wahl. Wenn uns jemand beleidigt, können wir ihn zurückbeleidigen oder einfach drüber lachen. Wir haben die Wahl.
Niemand schreibt uns vor, wie wir reagieren müssen, außer vielleicht unsere tief ins Gehirn eingebrannten Gewohnheiten.

Nachdem Du nun also Nutzen und Auslösereiz Deiner 3 negativen Gewohnheiten kennst, solltest Du Dir zwei Dinge überlegen:

  • Erstens, wie kannst Du den Nutzen, den Du durch Deine schlechte Angewohnheit hast, auf andere Art und Weise erhalten?
  • Und zweitens, wie kannst Du mit den Auslösereizen anders umgehen?

Sobald Du eine Idee hast und einen Weg gefunden hast, wie Du den Nutzen Deiner Gewohnheit auf eine andere Art und Weise erreichen kannst, solltest Du sofort beginnen, diese regelmäßig zu trainieren und anzuwenden. Triff eine klare Entscheidung, verpflichte Dich zu Deiner neuen Gewohnheit (commite dich) und dann lege sofort damit los, sie regelmäßig zu wiederholen. Im Schnitt dauert dieser Prozess 30 Tage. Lass Dir also einen Monat dafür Zeit.

So gelingt es Dir, Deine negativen Gewohnheiten abzulegen und durch andere Gewohnheiten zu ersetzen.